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    >> E. beniensis

    E. beniensis

    In der Nähe vom Rio Marmoré gefangene Beni-Anakonda

    Beni-Anakonda












    Die Beni-Anakonda

    Eine neue Anakonda-Art!
    Neue Reptilienarten werden viele beschrieben, zwischen 1990 und 2000 waren es fast 1000 (Schmitz et al. 2001). Die Beni-Anakonda war bisher nicht in Bolivien als neue Art entdeckt worden, weil bereits die Großen Anakonda und die Paraguayanakonda hier beheimatet sind. Da beide in Brasilien eine lange sympatrische Grenze haben, kann es sich bei der Beni-Anakonda kaum um eine Hybridisierung handeln. Auch ähnelt sie der Großen Anakonda in keinen Beschuppungsmerkmalen und erinnert nur in der dunklen Grundfarbe direkt an diese.

    Holotypus
    AMNH 101924, Männchen, adult, Trinidad, Beni, leg. W.P. McLean, 30.08.1964.

    Paratypen
    UMMZ 56863, Männchen, subadult, Manao, am Zusammenfluß des Rio Abuna und des Rio Madeira, Pando, leg. M. Gonzales.
    NKR 1735, Männchen, adult, Trinidad (11°08'/66°10'), Beni leg. Dr. L. Dirksen und A. Dittrich, 11.07.1998.
    NKR (Nummer nicht bekannt), Männchen, adult, 9 km vom Rio Marmoré Richtung Rio Tijamuchi (14°81'/65°08'), Beni, leg. Dr. L. Dirksen und A. Dittrich, 28.07.1998.
    CBF 1675, Weibchen, adult, nur Kopf, 77 km entfernt von Ascunsion de Guarayos in Richtung Trinidad (15°29' / 63°41'), Beni, leg. Dr. L. Dirksen und J. Köhler, 30.10.1994.

    Namen
    Der Artname beniensis ist dem bolivianischen Departement Beni gewidmet, aus dem diese Anakonda fast ausschließlich bekannt ist. In der bolivianischen Bevölkerung wird die Anakonda Sicuri genannt.

    Vorkommen
    Die Beni-Anakonda ist bisher nur aus Bolivien von unbewaldeten Überschwemmungssavannen des Beni  und aus dem Pando bekannt.

    Aussehen und Größe
    Die Beni-Anakonda wird nach vorsichtiger Schätzung bis vier m lang, eventuell aber auch länger. Die Grundfarbe ist braun bis dunkel-olivgrün.  Auf dem Rücken verläuft eine Reihe Querbarren, die im Schnitt durch drei Schuppenreihen voneinander getrennt sind. Seitlich hat sie viel weniger und größere schwarze Flecken, als die anderen Arten. Am Kopf sind wie bei E. notaeus und E. deschauenseei fünf schwarze Streifen vorhanden.

    Fortpflanzung
    Zur Fortpflanzung und Jungtieren liegen mir praktisch keine Daten vor, jedoch ist sie sicherlich mit den anderen Anakondas vergleichbar. Vermutlich paart sie sich ebenfalls zum Beginn der Regenzeit, welche in Bolivien im September - Oktober beginnt. Die Geburten würden dann zirka sieben bis acht Monate später im April - Mai stattfinden.


        

    Literatur

    • Dirksen, L. (2002): Anakondas. Monographische Revision der Gattung Eunectes Wagler, 1830 (Serpentes, Boidae).- Natur und Tier-Verlag Münster, 189 p.

    • Dirksen, L. & W. Böhme (2005): Studies on anacondas III. A reappraisal of Eunectes beniensis Dirksen, 2002, from Bolivia, and a key to the species of the genus Eunectes Wagler, 1830 (Serpentes: Boidae).- Russ. J. Herpetol. 12(3): 223-229.

    • Schmitz, A., J. Hallermann, L. Dirksen & W. Böhme (2001): Fast 1000 in nur 10 Jahren: Neubeschriebene Reptilien-Taxa der Jahre 1990 - 1999.- Natur und Museum 2(3): 35-65.
    • Veinert, T. & H.E. Belluomini (1980/81): Observaçães do comportamento e da cópula heteróloga de sucuris em captiveiro - Eunectes murinus murinus (Linnaeus) e Eunectes notaeus Cope, 1862.- Mem. Inst. Butantan 44/45: 391-402.

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